planetGAY /

alles für den planeten der schwulen und lesben

"Eine Wohnung mitten in der Stadt"

Buch-Cover
Stephan Niederwieser

Für schwarz/weiss-Aufnahmen bin ich ja zu haben - schon deshalb kam dieses Buch in die nähere Betrachtung. Die kurze Inhaltsbeschreibung tat ihr übriges, sodass es den Weg zur Kasse und schliesslich in meinen Besitz fand.

Schon von den ersten paar Seiten war ich total gefesselt von dem locker-leichten Schreibstil. Hinzu kam die Unterteilung in Kapitel als unterschiedliche Betrachtungsweisen der einzelnen handelnden Personen. So erhält der Leser einen tiefe(re)n Einblick in den Charakter jeder Person.

Kurz etwas zum Inhalt: Bernhard und Edvard - nunja, über die Namensgebung läßt sich streiten ;-) - leben verheiratet zusammen. Ganz im Gegensatz zu Edvard ist Bernhard der eher wortkarge, zurückhaltende Lehrer, der sich lieber hinter Büchern verschanzt und in Bibliotheken herumsitzt als Partys zu schmeissen. Das ist eher die Welt von Edvard - dem aufgedrehten und flippigen Antiquitätenladenbesitzer. Desweiteren wären da noch Hannah, ein knapp vier Jahre altes Mädchen (die Tochter von Kim, einer Freundin der beiden), für die "Berni" und "Edat" ihre Ersatzväter sind, da ihre Mutter eine Model-Agentur leitet und somit viel unterwegs ist.

In die Beziehung von Bernhard und Edvard kommt Leben, als sich Bernhards Mutter als Besuch ankündigt. Als dann noch zusätzlich Edvards Neffe aus Simbabwe auftaucht, ist auch die Letzte Ruhe verflogen. Wie turbulent, ironisch, realistisch, lustig - und auch traurig - es weitergeht, soll hier nicht verraten werden... (sd)