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Schwul durch instabile Familienverhältnisse

Dänische Wissenschaftler meinen herausgefunden zu haben, dass solche sozialen Faktoren eine Rolle bei der späteren sexuellen Orientierung spielen. Befragt wurden dazu querbeet zwei Millionen Männer und Frauen im Alter von 18 bis 49 Jahren, welche eine "Homo-Ehe" führen.

Laut der Studie zeigen, dass "Homosexualität nicht rein auf Veranlagung zurückzuführen, sondern stark durch die Umweltbedingungen geprägt ist."


Photo: sxc.hu
Die Kindheit ist eine prägende Dominante dafür, ob Frauen und Männer später homosexuelle Beziehungen eingehen, resümiert Studienleiter Morten Frisch. Männer, die in instabilen Familie aufgewachsen sind, in denen der Vater fehlte, das Alter der Mutter hoch oder die Eltern geschieden waren, tendierten häufiger dazu, später eine Homo-„Ehe“ einzugehen.
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Für beide Geschlechter war die Tatsache, ein Einzelkind zu sein, ein Co-Faktor für eine spätere homosexuelle Bindung, die darüber hinaus eher bei Stadt-Kindern als am Land auftritt, so die Epidemologen und Statistiker.

Heutige Männer und Frauen, die als Kinder in einer stabilen Familie aufgewachsen sind und Geschwister haben, führen laut der Studie eher "normale" Ehen als gleichgeschlechtliche.

Quellen: kath.net und stern shortnews

Klammeraffe schrieb am 30.12.2006
Mmmh, kein Einzelkind, eine junge Mutter... und trotzdem schwul. Macht nix, mir geht es trotzdem gut :-P

jano schrieb am 08.01.2007
Es vergeht kein Jahr, in dem nicht irgendwelche Forscher irgendeine neue These über die Entstehung von Homosexualität verkünden. Alle anderen sind dann überrascht, erfreut und aufgergt: diesmal, ja, diesmal ist alles methodologisch einwandfrei, diesmal stimmt's bestimmt. Komisch nur, dass ein Jahr später meist keine mehr ist, von der vermeintlichen Ursache. Wer redet heute noch von Verführung? Oder von der dominanten Mutter? Oder vom Genabschnitt xq23? Oder von dem Hormonhaushalt der Mutter während der Schwangerschaft? Oder von einer Besonderheit des Innenohres? Oder von einem Antikörper gegen das Y-Chromosom? All das waren ernsthafte Thesen zur Entstehung von Homosexualität und alle sind kompletter Irrsinn, schon deshalb, weil "Homosexualität" kein einheitliches Phänomen ist und es "die Schwulen" genauso wenig gibt, wie "die Heteros. Bisschen schlimm, dass ausgerechnet eine "schwule" Internetseite diesen populistischen Scheiß reproduziert.

stefan schrieb am 08.01.2007
Wieso ist das schlimm?

Ziel ist eher, darüber zu diskutieren und auf solche Gedanken oder Ideen hinzuweisen und nicht, eine solche Meinung zu propagieren.