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Fesche Klamotten, viel Haut - "Fummelalarm"

Mit wenigen bis gar keinen Erwartungen sah ich drei Tage vor dem offiziellen Kino-Start am 31. Januar 2008 die Voraufführung von "Asterix bei den olympischen Spielen". Die Comics und auch die meisten Trickfilme habe ich als Kind verschlungen - doch zu den Realfilmen fand ich keinen Zugang. Konnte mich der aktuelle Film umstimmen?

Es beginnt mit einem monströs animierten Flug durch die Landschaft, Weite, Natur - und sehr viel Computeranimation. Es ist schon schick, ähnlich wie im Spiel "Anno 1503" von oben herab auf ein Dorf zuzufliegen und bis ganz nah ranzukommen, dass zum Schluss die Personen dort "spielen". Doch ein bisschen mehr Normalität und weniger Effekte hätten es auch getan.

Mit viel Trick und teils haarsträubenden Dialogen und (nicht vorhandenen) Pointen ging es weiter. Lichtblicke lieferten nur Brutus (Benoit Poelvoorde) und als Julius Cäsar - Alain Delon. Sie erfreuen mit schauspielerischem Können und spielen ihre jeweiligen Rollen sehr charaktervoll. Brutus' "Ave Papa" ist einfach herrlich und einer der Running Gags des Films - nicht zu vergessen, dass er keine Möglichkeit unversucht lässt, seinen Vater aus dem Weg zu räumen.

Alain Delon - Julius Caesar
Alain Delon - Julius Caesar | © www.asterix.film.de

Gegen Ende, beim alles beschliessenden Wagenrennen und dem Schluss-Schmaus, werden dem Zuschauer noch einige "hochkarätige" Figuren aus dem aktuellen Leben präsentiert: Michael Schumacher samt Boxencrew sowie einigen Sportlern. Auch sonst fliesst viel aus dem aktuellem Zeitgeschehen in den Film mit ein: Dopingtests bei den Athleten, Terrorgefahr vor den Spielen oder Guantanamos als Folterknecht.

Wieso nur kommt solche eine Kritik bei planetgay.de - könnte man sich fragen? Nun, für jeden Liebhaber von (kräftigen) Männerkörpern ist etwas ansprechendes dabei. Knapp bekleidete Jungs sind fast den ganzen Film hindurch in ihren teils lustigen Kostümen zu sehen. Dabei gibt es mal viele Muskeln, gut proportionierte Herren, welche mit Brust-, Arm- oder auch sonstwo verteiltem Haar und viele Varianten mehr. Kann der Film auch sonst nicht durch Witz oder Story überzeugen, für den, der sich sportlich betätigende Athleten anschauen möchte, ist sicher etwas dabei...

Da ist noch etwas am Schluss: Bitte, bitte, Herr Schumacher, synchronisieren Sie keinen Film mehr (Disneys "Cars") oder spielen direkt mit. Sie mögen Rennen fahren können, aber schauspielern scheint nicht Ihr stärkstes Feld zu sein.

Achja, vor dem Film wurde natürlich Sekt, Cola und einiges Fingerfood gereicht - lecker. Wussten die Veranstalter schon, dass man sich viele Fragmente des Films "schön trinken" musste/sollte?

VIP-Band

Ein Film, zwei Meinungen. Hier eine weitere, teils ähnliche...

Asterix bei den olympischen Spielen - oder: "Fummelalarm"

Ja, gestern Abend haben wir schon die Vorpremiere von "Asterix bei den olympischen Spielen" gesehen.

Das Fazit vorweg: Der Film war wie erwartet.

Unter anderem mit Clovis Cornillac als Asterix, Gérard Depardieu als Obelix, Alain Delon als Cäsar, Benoít Poelvoorde als Brutus und Michael Bully Herbig als Redkeinstus.

Während man zu Filmbeginn computeranimierte weite Landschaften und herrliche Bauten bewundert, geht es dann alsbald in die Handlung des Film. Wie der Filmtitel schon sagt, nehmen Asterix und Obelix mit Romantix (Stéphane Rousseau) an den olympischen Spielen teil. Romantix möchte gerne die Prinzessin Irina (Vanessa Hessler) heiraten.

Das Problem: Brutus als Sohn von Julius Cäsar möchte die Prinzessin ebenfalls heiraten.

Möge der Klamauk also beginnen. Mit Zaubertrank wird gekämpft, mit Ausdauer versucht, Julius Cäsar das Leben auszuhauchen und immer wieder ist sehr viel Wortwitz dabei. Meist eher platt und einfallslos, mitunter aber sehr amüsant.

Der größte Teil des Films geht aber auch locker als Soft-Porno für Schwule durch. Soviel männliche nackte Haut, egal ob als trainierte und geölte Oberkörper oder kräftig gebaute und stark behaarte männliche Brust, rasierte oder behaarte Achsel. Für jede schwule Vorliebe lässt sich im Film ein passender Darsteller finden. Man(n) kann den Film also auch unter ganz anderen Aspekten als der hohen Filmkunst anschauen und seinen Spaß haben.

Wer's nicht glaubt, fast zum Schluß küssen sich sogar zwei Männer ;-) Aber Achtung: es ist und bleibt ein Kinderfilm - also anständig bleiben.

Da komplette Fazit: Der Film ist und bleibt eine versuchte Verfilmung eines Comics. Viele Elemente des Buches lassen sich einfach nicht in einen "Realfilm" umsetzen. Einiges wirkt dadurch eher lächerlich. Auch glaube ich den Franzosen sehr, dass Sie "Special Effects" beherrschen, man muss es aber nicht übertreiben. Es ist jedoch auch Unterhaltung, Witz sowie eine deutlich modernere Umsetzung eines älteren Comics. Erstaunlich viel tagesaktuelle Nachrichten sind in diesem Film eingearbeitet worden.

Wer also kein Verfechter der gedruckten Asterix-Hefte ist, wer gerne für zwei Stunden Unterhaltung sucht, dem sei "Asterix bei den olympischen Spielen" empfohlen.

Filminfos unter: http://www.asterix.film.de/