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alles für den planeten der schwulen und lesben

KW01

Kurz vor dem Jahresende 2009 haben es zwei Schwule in Argentinien geschafft, die erste Homo-Ehe in ganz Lateinamerika einzugehen. Das ist doch mal ein großartiger Jahresabschluss geworden.

Und kaum hat das neue Jahr angefangen, so will das schwule Portal GayRomeo den YouTube Anti-Homo-Aufstand proben. Wie das genau funktioniert? Dazu zitieren wir am besten GayRomeo selbst "[..] Wir hatten vor geraumer Zeit Videos bei YouTube hochgeladen. Nachdem wir diese auf unserer Startseite verlinkt hatten und somit die Filme in der TOP-Liste landeten, wurden unsere YouTube-Accounts immer umgehend gelöscht [..]" und "[..] Warum jetzt noch einmal? Die Kontaktaufnahme mit YouTube verlief damals "von Pontius zu Pilatus" und dem Antwortverhalten der Klagemauer. Eigentlich war der Vorgang für uns bereits abgeschlossen. Doch durch den Umweg über Google ergab sich jetzt zufällig noch ein Gespräch. [..]"

Den Test probt GayRomeo mit folgendem Video und wer es gerade nicht sehen kann, sucht einfach mal nach "Romeo4Ever" vom PopKabarettisten Holger Edamer auf YouTube.

Einen Test plant man dagegen nicht in Portugal, nein, dort will man nun auch die Homo-Ehe ermöglichen, sofern nicht doch noch etwas dazwischen kommt.

Das queere Blog someabout.net dagegen hat einen Novemberartikel über Homosexualität aus der Bild der Wissenschaft ausgekramt und eine Zusammenfassung online gestellt.

Die Süddeutsche hat einen längeren Artikel über "Gemachte Männer", in dem es um Schwule geht, die es alle besser haben, die bewundert werden, die ja eigentlich schon alles erreicht haben - und doch eigentlich nur ganz wenig.

Tja, irgendwie ist das schon ein Crux mit dem Schwulsein in der heutigen Zeit, eigentlich könnte man sich in der Öffentlichkeit frei und ungezwungen küssen und umarmen, die wenigsten Lesben oder Schwulen genießen dies entspannt oder trauen sich gar in Anbetracht der "Meute potentiell komischer Blicke". Einige würden gerne herzensgute Eltern für elternlose Kinder sein, aber nur ganz wenige haben überhaupt eine Chance - und dies eigentlich gar nicht über offizielle Wege. Klar, die Zeit ist deutlich besser geworden, nur Stillstand können wir uns gerade gar nicht leisten.

Schauen wir auf eine neue Woche spannender und hoffentlich heiteren, schwullesbischen Nachrichten.